Hellinger42

Das ist der Mädchenname der Mutter von Frank Leichsenring, dem vogtländischen Hauptgründer, und die Antwort auf alles …42. Seit ein paar Jahren ist es nun auch der Name der Dresdner Whisky-Manufaktur im Alberthafen, die von zwei Liebhabern schottischer Whiskys quasi als Ruhestandsbeschäftigung gegründet wurde …und über mein Interesse an schottischen Whiskys bin nun auch ich in der letzten Woche dort gelandet zu einer Führung und Verkostung, was ich schon mal explizit empfehlen kann …der zweite Gründer und Blendmaster Thomas Michalski begleitet die Verkostung selbst und das sehr amüsant.

Da Whisky keine ewige Tradition in Sachsen hat und auch der Platz mitten in Dresden nicht so entspannt verfügbar ist wie auf der Speyside oder der Islay, wird hier moderner und in sehr kompakt geschachtelten Anlagen gebrannt und an einem anderen Ort gelagert, sodass die Fassabfüllungen im Laden und nicht im Warehouse stattfinden …und auch erstmal nur die minimalen Lagerzeiten für Whisky von 3 Jahren und 1 Tag bis zum Verkauf eingehalten werden.

Auch die Verkostung findet in einem eher modern-gemütlichen Raum mit Bildschirmkamin statt und dann überrascht Hellinger42, neben klassischen Sorten auch mit der ersten ganz eigenen Edition nach 3jähriger Lagerung in französischen Rotweinfässern.

Auch eine Sorte „Siehdichfür“ nach einer Begebenheit im vogtländischen Grünbach gibt es. Da soll im 30jährigen Krieg jemand die schwedischen Truppen in ein Moor gelockt haben begleitet mit dem Satz „sieh dich für“ – das ist ein eher rauchiger Whisky …nach dem Lagerfeuer der Truppen 😉. Allerdings machen wir hier unsere letzten Moore nicht mehr zu verheizbarem Torf wie noch auf Islay, sondern pusten Rauchgas in die Gerste.

die Rotwein-Edition – muss auch tatsächlich erstmal im Glas atmen wie Rotwein und wird mit der Zeit immer besser
Ganz unten steht noch „für Schweden nicht geeignet“ 😉

Schön, wenn Menschen von der „Schnapsidee“ zum Whisky-Machen kommen.


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